Glücksschwein

Woher kommt das Glücksschwein? Zu Neujahr verschenkt, meist aus Plastik, manchmal flach, um in die Geldbörse gesteckt zu werden, dann aus Marzipan, um es sich einverleiben zu können.

Im Demeterkult, den Eleusischen Mysterien, finden wir das Schwein. Als Opfergabe an Demeter.

Die Mysterien durften nicht erzählt, nur erfahren werden, um die Geheimnisse um Leben und Tod zu verstehen.

Ferkeln wurden vergraben und wieder ausgegraben.

Manche Überlieferungen beschreiben, die sorgsame Hingabe zu den Ferkeln, bevor sie geopfert wurden. Wer Fleisch isst, muss das Tier selber töten.

In meiner Utensilienschachtel vom letzten Vortrag zu Demeter finde ich, neben der Schweinchen auch einen roten Faden. Was hat der da verloren?

Die Mysten binden damit die rechte Hand und den linken Fuss, gleich einem Opfertier. Gebunden mit einem roten Faden. Als Symbol für Verbundenheit und Wiedervereinigung, die in der mythologischen Geschichte um Demeter und ihre Tochter Persephone zu finden sind.

Reitete früher die Göttin Isis am Schwein, so tut dies jetzt der Rauchfangkehrer. In Maßen genossen ist Aberglaube jedenfalls bekömmlich.